Allgäu Microgrid

Brooklyn goes to Allgäu

Einer der großen Megatrends unserer Zeit, der immer mehr Bereiche des täglichen Lebens einnimmt ist die Digitalisierung. Diese macht auch vor dem Energiesektor nicht halt. Mit ihr sind viele Herausforderungen und Chancen verbunden, die es als innovativer Energieversorger zu begegnen bzw. zu nutzen gilt.

Als Reaktion darauf hat AÜW das Projekt „Allgäu Microgrid“ gestartet. In diesem Projekt testet AÜW zusammen mit seinem Projektpartner LO3-Energy aus New York die Rolle des Energieversorgers der Zukunft schon heute aus. Ziel ist der Aufbau einer Peer-to-Peer Handelsplattform, auf der (private) Erzeuger ihren überschüssig produzierten Strom direkt an einen (privaten) Verbraucher verkaufen können, der zum gleichen Zeitpunkt Energie benötigt. Im Prinzip also ein nachbarschaftlicher Stromhandel auf lokaler Ebene. Strom soll so zu einem regionalen Produkt werden, ganz ähnlich wie Milch oder Eier vom nächsten Bauernhof. Möglich gemacht wird dieser Handel durch die Blockchain-Technologie. Das ist eine dezentrale Datenbank, die als Nachweisregister für die bilateral gehandelten Energiemengen zwischen den einzelnen Marktteilnehmern zum jeweiligen Zeitpunkt dient. Sollte der lokale Handel einmal nicht zur Deckung des gesamten Energiebedarfs ausreichen, wird die benötigte Restmenge von AÜW geliefert.

„Unserer Meinung nach sind die zentralen Herausforderungen des heutigen Energiemarkts die Dezentralisierung, die Dekarbonisierung und die Digitalisierung. Als innovativer Energieversorger sehen wir die Blockchain-Technologie als einen Baustein um die Herausforderungen zu meistern. Aufgrund ihres Verständnisses der Vorteile dieser Technologie im Energiemarkt und ihrer tiefgreifenden Erfahrung freut es uns sehr, dass LO3 Energy unser Partner bei diesem spannenden Projekt sein wird.“, so Michael Lucke, Geschäftsführer AÜW. Lawrence Orsini, CEO von LO3 Energy, beschreibt das Projekt mit folgenden Worten: „Die Handelsplattform bietet den Besitzern von Photovoltaikanlagen eine alternative Vermarktungsmöglichkeit, wenn die EEG-Vergütung in den nächsten Jahren für die ersten Anlagen ausläuft: sie können ihren Ökostrom auf dieser Plattform anbieten, während konsumbewusste Verbraucher ihren Strom direkt aus ihrer Nachbarschaft bzw. Region beziehen können. Wir sind davon überzeugt, dass viele Teilnehmer erkennen werden, dass der Kauf von lokaler Energie ihre Gemeinschaft und die regionale Wirtschaft stärkt.“

Insgesamt wird der Marktplatz zunächst aus fünf Pilotkunden bestehen, die untereinander den Peer-to-Peer Stromhandel simulieren werden. Sie werden mit einem digitalen Zähler sowie einer App ausgestattet. Über diese haben sie die Möglichkeit Präferenzen für ihren Strombezug bzw. –verkauf festzulegen. Von April bis Juni wird dann der Handel stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie in unseren FAQs           

Film zum Projekt 

Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich an Herrn Joachim Klaus  joachim.klaus@auew.de

 

 

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