AllgäuStrom - Rund um die Energie - Strombörse - wrangler/Shutterstock

Wie funktioniert die Strombörse?

Strom auf dem Parkett

Seit der Liberalisierung des Strommarktes handeln Versorger Strom an der Börse in Leipzig. Wie funktioniert sie?

Strom kann im Unterschied zu Gold, Kohle oder Öl nicht gelagert werden und muss direkt verbraucht werden. Dazu treffen sich Kraftwerksbetreiber, die Strom verkaufen möchten und Lieferanten, die Strom benötigen, um damit Endkunden zu versorgen an der Strombörse in Leipzig (European Energy Exchange/EEX) an. Auf dem Terminmarkt wird Strom auf Jahre voraus gehandelt, um Planungssicherheit für beide Seiten zu ermöglichen. Auf dem Spotmarkt für den jeweils folgenden und den aktuellen Tag, werden kurzfristige Übermengen oder Fehlmengen ausgeglichen. Der Preis bildet sich danach wie viel Strom von den Endkunden benötigt wird und welche Kraftwerke (Kraftwerkstypen) dafür benötigt werden.

Auch Strom aus regenerativen Energien wie Wind und Sonne wird an der EEX gehandelt. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt den Betreibern der Stromnetze vor, ihn zu einem festen Preis abzunehmen und am EEX Spotmarkt zu verkaufen.

Dadurch haben die regenerativen Energien einen indirekten Einfluss auf den Preis an der Börse. Denn wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt viel regenerativer Strom in das Stromnetz eingespeist wird, sinkt die Nachfrage nach Strom aus dem übrigen Kraftwerksmix und die Preise sind tiefer. An trüben und windstillen Tagen gibt es einen umgekehrten Effekt.

 

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EEG 2014 – Neuerungen

In den vergangenen Monaten war viel die Rede von der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das Anfang August neu in Kraft treten soll. Was hat es damit auf sich? Bei der EEG-Reform geht es im Kern darum, den Zuwachs Erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben, Versorgungssicherheit und den Strompreis stabil zu halten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss mit einem Ausbau der Netze einhergehen. Bis 2020 soll der Anteil der regenerativen Energie an der Stromversorgung in Deutschland von derzeit 25 auf 45 Prozent steigen und 2035 bis zu 60 Prozent erreichen.

Ersatzversorgung

Von Ersatzversorgung spricht man, wenn ein Kunde Strom bezieht, ohne dass diesem Bezug ein Stromliefervertrag zugeordnet werden kann. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der bisherige Stromlieferant insolvent wird oder Sie Strom ohne einen Stromliefervertrag beziehen.Im Rahmen der Ersatzversorgung werden Sie bis zu 3 Monate sicher mit Strom versorgt. Sollten Sie sich in dieser Zeit nicht für einen anderen Tarif von uns bzw. von einem anderen Anbieter entscheiden, dann werden Sie nach den drei Monaten automatisch in die Grundversorgung übernommen.

§6b EnWG-Novelle 2011

Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Allgäuer Überlandwerk GmbH, als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Geschäftsjahr 2012 den Tätigkeitsabschluss (§6b Abs. 3 EnWG) mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen und über die Tätigkeiten gemäß §6b Abs. 3 EnWG zu berichten (§ 6b Abs.7 EnWG).