AÜW - Über uns - Geschichte
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Geschichte

Wichtige Stationen in der Geschichte des AÜW

9. November 1901
Das Kraftwerk an der Iller geht nach nur neunmonatiger Bauzeit in Betrieb. Den Strom erzeugen zwei „Francis-Turbinen“ mit zusammen 300 Kilowatt (kW) Kraftwerksleistung und eine Dampfturbine mit 150 kW. Die Strompreise damals: 70 Pfennig pro Kilowattstunde (kWh) für Beleuchtungszwecke, 25 Pfennig für Kraftanlagen.

1907
Ing. Adolf Böhm, Vater des späteren Gründers von AÜW, baut das Wasserkraftwerk in der Au. 

1910
Erweiterung des Maschinenparks um eine dritte Wasserturbine und eine größere Dampfturbine. Die Kraftwerksleistung steigt damit auf insgesamt 950 kW.

1. Januar 1920
Gründung der Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW). Gesellschafter sind die Stadt Kempten und Karl Böhm, der auch zum alleinigen Geschäftsführer bestellt wird.

1926
Installation einer Propellerturbine in einem Anbau auf der Ostseite des Maschinenhauses, die auch bei Hochwasser betrieben werden kann. Leistung: 850 kW.

1927/28
Aufgrund des weiter gestiegenen Strombedarfs beschließt der Stadtrat das Städtische Elektrizitätswerk in die Allgäuer Überlandwerk GmbH einzubringen. 1928 versorgt das Städtische Elektrizitätswerk, Betreiber des Kraftwerks, das Stadtgebiet und drei Nachbargemeinden mit insgesamt 28.517 Einwohnern.

11. Juni 1929
Das Städtische Elektrizitätswerk Kempten wird Teil der GmbH.

1. Januar 1938
Das AÜW übernimmt das Gaswerk der Stadt Kempten.

1945
Das im Krieg schwer beschädigte Gebäude des AÜW wird wieder aufgebaut.

1950-1952
Bau des Kraftwerks Horn bei Füssen, das 1952 in Betrieb genommen wird.

1977
Das Allgäuer Überlandwerk gibt die Gasversorgung an Erdgas Schwaben ab.

1978
Mit der Demontage der 1933 eingebauten Dieselanlage wird der Kamin am Kraftwerksgebäude abgerissen. Während dies die einzige Veränderung am Gebäude seit dem Anbau 1926 ist, wird die Technik natürlich laufend auf dem neuesten Stand gehalten.

Heute erzeugt das Kraftwerk rund 6,5 Millionen Kilowattstunden für die Versorgung von rund 1.800 Haushalten. Der Gesamtverbrauch im Stadtgebiet lag im Jahr 2000 bei etwa 345 Millionen Kilowattstunden.

1988
Das Spitzenkraftwerk in Veits erhält eine Gasturbine und in Rauhenzell-Sonthofen wird die erste 110-kV-Kabelanlage in Betrieb genommen.

1999
Die Erdgas-Oberallgäu wird gegründet.

2001
Gründung der Kooperation AllgäuStrom.

2005
Gründung der AllgäuNetz GmbH & Co. KG

2007
Gründung der BioEnergie Allgäu durch die ZAK Energie GmbH, die Allgäuer Überlandwerk GmbH sowie die Allgäuer Kraftwerke GmbH.

2010
Das neu erbaute Kraftwerk in der Kemptener Keselstraße geht in Betrieb.

2011
Das Wasserkraftwerk Keselstraße erhält deutschen Architekturpreis.

2011
Inbetriebnahme des ersten Bürgersolarparks in Ursulasried durch die Energiegenossenschaft Kempten eG mit Beteiligung des AÜW.

2013
Gründung des Gesellschaft „Illerkraftwerk Au GmbH“ durch die Allgäuer Überlandwerk GmbH und die Bayerischen Landeskraftwerke GmbH.

2013
Beteiligung des AÜW an der Solar Energie Allgäu GbR.

2013
Gründung des Beratungsunternehmens egrid applications & consulting GmbH.

2015
Beteiligung des AÜW an der Wild-Kraft GmbH & Co. KG.

2015
Inbetriebnahme des Laufwasserkraftwerks Sulzberg/Au.

2015
Das Restwasserkraftwerk an der Kaufbeurer Straße geht in Betrieb.

2 Kommentare

  1. Stefan Nitschke, am 6. Mai 2015

    Hallo Herr Seibt,
    vielen Dank für Ihre Frage… Das von Ihnen beschriebene Wort der „Überlassung“ des Stromnetzes trifft nicht ganz zu. Die Bewirtschaftung von Stromnetzen wird in s.g. Konzessionsverfahren geregelt. Erhält ein Unternehmen dazu den Zuschlag, gilt diese Stromkonzession in der Regel für rund 20 Jahre.
    AÜW hat sich in den 60er/70er Jahren im Westallgäu und der Stadt Lindau um die Konzessionen beworben. Die Vergabe innerhalb der Stadt Lindau erfolgte damals aber, in einer wohl knappen Entscheidung, an die Kollegen der VKW (Vorarlberger Kraftwerke). Die genauen Gründe können wir heute leider nicht mehr nachvollziehen. Die räumliche Nähe zu VKW sowie die damalige Stromleitungs-Infrastruktur haben dabei aber sicherlich eine wesentliche Rolle gespielt. Die Stadt Lindenberg und die restlichen Gemeinden des Westallgäus zogen dann mit den Entscheidungen nach.
    Ich hoffe, dass wir Ihre Frage damit beantworten können. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Nitschke
    Leiter Markenbildung und Kommunikation

  2. Seibt, Lindenberg am 1. Mai 2015

    Und warum wurde das Westallgäu nicht mit erschlossen, sondern den Österreichern überlassen?

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